STEUERN
Freibeträge und Kindergeld:


Grundfreibetrag ab 2019: 9.168 Euro

Kinderfreibetrag ab 2019: 7.620 Euro

Kindergeld für das erste und zweite Kind:
204 Euro

Kindergeld für weitere Kinder: 235 Euro

Lohn und Gehalt

Zuschüsse des Arbeitggebers zum Jopticket des Arbeitnehmers sind ab 2019 wieder steuerfrei, sofern sie zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn bezahlt werden.

Arbeitgeber können Ihren Arbeitnehmern auch Fahrräder und E-Bikes steuerfrei überlassen.

Die steuerfreien Leistungen für Jobticket und Fahrrad werden auf die Entfernungskilometer angerechnet.

Wer ein Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug als Dienstwagen nutzt muss ab 2019 nur noch 0,5 Prozent (statt 1 Prozent) des Bruttolistenpreises als
Privatanteil ansetzen. Voraussetzung ist, das das Auto mit ihrem Elektromotor mindestens 50 Kilometer weit fahren können und bestimmt CO2-Werte nicht
überschreiten.

Die Sachbezugswerte für Arbeitnehmer steigen ab 2019. Der Monatswert für Verpflegung beträgt 251 Euro (Tageswert für eine Mittagessen max 6,40 Euro). Der Monatswert für Unterkunft und Miete liegt bei 231 Euro.

Sozialversicherung

Allgemeiner Beitragssatz in der Krankenversicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer je 14,6 %

Der Mindestbeitrag für Selbständige, die freiwillig versichert sind, sinkt auf 171 Euro.

Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung steigt für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um 0,5 Prozent auf 3,05 Prozent (für Kinderlose auf 3,3 Prozent).

Der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung sinkt jeweils auf 2,6 Prozent.

Spart ein Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersversorgung Sozialversicherungsbeiträge, ist er bei Abschlüssen von Versicherungen ab 2019 verpflichtet, den ersparten Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen in pauschalierter Form (15 % des Umwandlungsbeitrages) zugunsten seines Beschäftigten an die durchführende Versorgungseinrichtung weiterzuleiten. Für vorher abgeschlossene Entgeltumwandlungsvereinbarungen gilt dies erst ab dem Jahr 2022.

Minijob und Gleitzone

Die Grenze für den Minijob bleibt auch im Jahr 2019 bei 450 Euro, obwohl der Mindestlohn auf 9,19 Euro steigt.

Die Gleitzone bei den Midijobs beträgt ab 2019: 450,01 Euro bis 1.300 Euro.

Firstverlängerung / Verspätungszuschläge

Der bisherige Stichtag 31. Mai verschiebt sich ab 2019 um zwei Monate nach hinten. Wer seine Steuererklärung für 2018 selbst macht, hat also bis zum 31. Juli Zeit, die Erklärung beim Finanzamt einzureichen. Die verlängerte Abgabefrist gilt dauerhaft. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein engagiert, hat ebenfalls zwei Monate mehr Zeit, seine Belege zusammenzusuchen. Statt wie bisher Ende des Jahres ist die Abgabefrist nun Ende Februar des Folgejahres - für die Steuererklärung 2018 also erst am 29. Februar 2020.
Aber Vorsicht: Steuerpflichtige, die die Frist versäumen und keine Fristverlängerung beantragt haben, sollen ab 2019 automatisch mit einem Verspätungszuschlag belegt werden. Bislang lag es im Ermessen des jeweiligen Finanzamts, diesen auszusprechen.